Grandioser Spaß mit Happy End

Turbulenzen auf der Bühne bei der Theatergruppe der Sportvereinigung Söllingen
Pfinztal-Söllingen (ee). Ein passendes Theaterstück zu finden ist nicht einfach. Diese Erfahrung macht die Laiengruppe "Dammwaldbühne" der Sportvereinigung (Spvgg) Söllingen immer wieder. Inzwischen seit Jahrzehnten. Und doch gelingt es stetig Volltreffer zu landen. Die Wahl fiel dieses Mal auf die Komödie "Und alles auf Krankenschein" des zeitgenössischen englischen Autors Ray Cooney.
Seine Premiere hatte das Stück mit dem Originaltitel "It runs in the Family" 1992. Zwanzig Jahre später lässt das zwei Stunden-Stück, das sich durch absurde Komik auszeichnet, Söllingen Kopf stehen. Bei der "Dammwaldbühne" hatte man die Fassung bearbeitet und viel Lokalkolorit in das Geschehen hinein gepackt.
Zudem legte Regisseur Tilo Reeb, der Chef der Spvgg-Theaterleute, großes Augenmerk auf passende Namen für die einzelnen Rollen. Vier Monate wurde geprobt und Texte auswendig gelernt. Gab es dennoch "Hänger" wurden die sprichwörtlich überspielt oder Souffleuse Brigitte Leber flüsterte aus dem Kasten am Bühnenboden. Erstmals gab es drei Vorstellungen im Emil-Frommel-Haus. Damit wurde der gewohnt großen Nachfrage Rechnung getragen.
Noch ist der Vorhang geschlossen. Die eingespielte Melodie der Kultsendung "Schwarzwaldklinik" lässt den Schauplatz erahnen. Der ist in Söllingen, an der Pfinz in der "Dammwaldklinik" mit ihren 200 Betten. Genau gesagt im von Frank Leutmann gezimmerten und von Stefan Kröger mit Technik versorgten Ärzte-zimmer als Bühne. Ein Neurologenkongress, 200 "Medizinmänner" rund um den Globus werden dazu er-wartet, steht bevor. Dr. David Brinkmann (Eduard Schlegel) soll die Rede halten. Zusammen mit seinen Kollegen Hubert Fleischer (Tilo Reeb) und Leo Greifer (Michael Wenz) hat er die fachliche Kompetenz der Dammwaldklinik an deren Spitze als Aufsichtsratsvorsitzende Frau Professor von Drachenfels (Ute Zilly) steht.
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Tiefe Einblicke
in die "Pfinzklinik"
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Der geplante Ablauf jedoch kommt kräftig durcheinander. Dazu tragen alle ihren Teil bei ob sie nun Rose-marie Brinkmann (Jutta Mall), die Ehefrau des Neurologen, Ex-Lernschwester Jenny Schröter (Susanne Kässinger), mit der David Brinkmann ein Verhältnis mit Folgen hatte, deren im Punker-Outfit mitwirbelnde Tochter Leslie (Sabrina Mall), oder Langzeitpatient Bill Lesley (Willi Giesinger) heißen.
Doch damit nicht genug. Ein Pfarrer mit Gallensteinen taucht auf, dazu eine Oma die "eine erfrischende Situation" diagnostiziert. Hinzu kommt ein Unfall mit dem Linienbus in Wöschbach, Oberschwester Hildegard (Petra Köthen-Reeb) fällt nach einem Fenstersturz aus, andere kollabieren. Merkwürdige Unge-reimtheiten nehmen stetig zu, die Suche nach der Wahrheit macht sogar Wachtmeister Greifer (Artur Herb) "es muss alles aufgeklärt werden" größte Probleme.
Die absolute Katastrophe steht bevor, die ganze Show droht zu platzen. Der Satz "Ich kann nicht mehr" steht nicht nur im Drehbuch. Er trifft auch auf die Zuhörer des Geschehens auf der Bühne zu, deren Zwerch-fell fortwährend gefordert wird. Der grandiose Spaß findet sein Happy End, alle Fragen können beantwortet werden. Die 13-köpfige "Dammwaldbühne" erhält für jede der drei Vorstellungen anhaltenden Schlussapplaus als Lohn für eine Inszenierung mit Pfiff.

+ 3 Fotos Ehrler: SKURRILE SZENEN spielen sich ab in dem Theaterstück, dass die Mitglieder der Theatergruppe "Dammwaldbühne" der Sportvereinigung Söllingen auf die Bühne brachte.

 

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