AH - Kanada 2014

Kanada 2014 (oder ....auf der Suche nach dem Winter)

Im vergangenen Dezember entschlossen wir uns (Ralf und Ralf, Willi und Klaus) mal wieder nach 6 Jahren zu einem Trip über den großen Teich, um eventuell doch noch den Winter zu spüren, der in dieser Periode völlig von Deutschland fern blieb. 

Am 17.02.2014, zeitig um 06.00 Uhr, starteten wir mit der Stadtbahn, Linie S5, in Richtung Hauptbahnhof Karlsruhe, um mit dem ICE weiter zum Frankfurter Flughafen zu gelangen. Kurz nach 08.00 Uhr sind wir dort auch eingetroffen.
Nach dem Check-in bei Air Canada hob unser Vogel (Airbus 380) fast pünktlich um 10.50 Uhr in Frankfurt vom deutschen Boden ab.
9 Stunden und 40 Minuten Flug lagen vor bzw. bald hinter uns. Gegen 12.30 Uhr Ortszeit erfolgte die Landung in Calgary im Bundesstaat Alberta am Rande östlich der Rocky Mountains. Schon die Temperaturen ließen darauf schließen, dass ab sofort Regen nicht mehr in Frage kam.
Mit dem Mietwagen lenkte uns  Ralf mit V. nach Banff, ca. 130 km westlich von Calgary, am Einstieg in die zauberhafte Bergwelt der Rockys.
Gleich wurden wir mit einem Verkehrsschild konfrontiert, das in Europa seines gleichen sucht. „Wildcrossing" (Wildwechsel), darauf abgebildet ein Elch, ein Grizzly und ein Wolf.
Nach dem Bezug unserer „Aspen Lodge" mit 2 geräumigen Doppelzimmern wurde auch sofort das Ski-Equipment ausgeliehen. Noch ein Kurzbesuch im Irish-Pub und dem Genuss eines Burgers mit einem Canadian Bier, dann folgte der körperliche Zusammenbruch in Folge extremer Müdigkeit. In Deutschland wäre es inzwischen 04.30 Uhr gewesen.

 

Dafür fiel das Aufstehen am folgenden 2. Tag nicht sonderlich schwer. Bereits um 06.00 Uhr erfolgte durch Willi und Klaus die erste Erkundungstour durch Banff. Hoppla irgendwie war es kälter geworden, ja es hatte so gerade mal -15 Grad zur Frühstückszeit.
Um 09.30 Uhr starteten Ralf mit V. und Ralf mit W. mit Klaus zum Skifahren nach Lake Louise, 60 km westlich von Banff mitten in den Bergen. Links und rechts erhoben sich 3000er Berge, was für ein Anblick. Willi blieb zurück, er wollte erst mal Vorräte besorgen.
Auf der Rückfahrt von Lake Louise begegneten wir einer Elchfamilie.
Der Abend klang bei einem Steak und dem Besuch der Country Bar WILD BILLs aus. 

Fantastische Schneeverhältnisse trafen wir am nächsten Tag in Sunshine Village an. Hier befinden sich auch die steilsten Skihänge der Rockys mit Gefälle von 39 bis zu 50 Grad, genannt „Delirium Drive", aber nur etwas für hartgesottene Skifahrer bzw. Boarder.
Am Abend dinierten wir im Rimrock Pasta wo uns doch glatt ein deutsches Weizenbier präsentiert wurde, leider war es bereits 1 Jahr abgelaufen! Wie peinlich!
Den Abschluss machten wir im Rose Crown, wo Live-Musik präsentiert wurde. Auf dem Heimweg zur Lodge liefen uns mitten in der Stadt doch tatsächlich Rehe über den Weg. Die Fotoapparate der japanischen Gäste standen nicht mehr still.

Am 4. Tag hieß das Skifahrerziel erneut Sunshine Village. Die Temperaturen sanken immer weiter in den Keller. Die Sonne zeigte sich dafür öfters, doch der Wind machte aus -15 Grad am Tag gefühlte -25 Grad. Die Aussicht auf den Gipfeln war aber grandios.
Ein famoses Bison-Steak und Live-Country-Musik im WILD BILLs bescherten einen wunderbaren Abend unter der Obhut von Country-Girl Jessica, die uns fortlaufend bediente. 

Der 5. Tag hatte es in sich. Nach dem Frühstück hieß das Ziel Kicking Horse, ein Ski-Gebiet, das sich bereits im Nachbar-Bundesstaat British Columbia befindet, ca. 150km nordwestlich von Banff. Bei Schneetreiben glitten wir über den Kicking Horse- Pass und wähnten uns am Ziel, das aber oh Krauß mit dem Pkw nicht befahrbar, weil die Schranke geschlossen und der Schnee dort zu hoch war.
Zum Glück kam zufällig ein Anwohner vorbei, den wir befragen konnten und nach dessen Antwort war uns sichtliche Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Dafür mussten wir weitere 50km zurücklegen, um nach Golden zu gelangen, wo sich dann das „richtige" Skigebiet Kicking Horse befand. Der Himmel ging noch rechtzeitig auf und es wurde ein Traumtag in allen Belangen. Im Restaurant Eagle Eye befanden wir uns dort auf dem höchst gelegenen Restaurant Kanadas (2600m ü.M).  
Es wimmelte geradezu von schwarzen Abfahrten. Ralf und Ralf bekamen das Glänzen in die Augen.
Nach unserer Rückkehr und der erforderlichen Nahrungsaufnahme ging es erneut zum WILD BILLs, wo bei Country Musik wieder fröhlich gefeiert wurde. Dabei lernten wir das sehr sympathische junge Paar Nancy und Russel kennen, die für einen Kurztrip aus Calgary angereist waren.  

Am 6. Tag (SA) begaben sich Ralf und Ralf zum letzten Mal auf die „Piste", während Willi und Klaus einen Eis-Canyon ansteuerten, u.a. begleitet von Chantal aus Frankfurt, die sich uns selbstverständlich nur der Sprache wegen anschloss. Dabei gingen wir mit Spikes-Unterschuhen zum Teil auf schmalem Grad durch den Johnsten-Canyon, faszinierend die Umgebung. Am Ende wartete eine beeindruckende, steile Eiswand, die nur mit spezieller Ausrüstung und mit Hilfe von Kletterseilen zu bewältigen war.
Bei Melissas Steak-House stärkten wir uns zur letzten und kältesten Nacht (-25 Grad) in Banff. Es stand ein Disco-Besuch auf dem Programm, wie es sich für Saturday-Night gehört. Bewundernswert waren einige weibliche Besucher, die nur spärlich bekleidet sich zum Teil im Freien dort bewegten. Selbst für einen Raucher war es eine Überwindung ins Freie zu gehen.

Am nächsten Morgen wurde gefrühstückt, gepackt und noch das Märchen-Hotel Fairmont in Augenschein genommen. Dann ging es weiter in Richtung Calgary, wo der letzte Tag und die letzte Nacht anstand. Vorbei an der Ski-Sprunganlage der Winterspiele 1988 rollten wir in Calgary ein. Sandmann hieß das Ziel (Hotel), wo wir im 20 Stock die Zimmer bezogen.
Ein Highlight war dann als Willi 2 deutsche Wurstbüchsen öffnete, um den inzwischen eingetretenen Hunger stillen zu können. Gegessen waren sie schneller als geöffnet, aber Hauptsache Spaß dabei.
Plötzlich rollte über den TV-Bildschirm die Wettervorhersage für die kommende Nacht in Calgary. Evening -23 Grad, Night - 27 Grad, oha!
Das bedeutete warm anziehen.
Am Abend fuhren wir auf den Calgary-Tower und speisten dort wie die Fürsten bei herrlichem Blick auf die Millionenstadt.
Irgendwie schien aber die Stadt wie ausgestorben, obwohl Russel und Nancy noch ankündigten, dass in Calgary Sonntagsabends einiges los wäre. Der Grund war über die Calgary-Polizei bald ermittelt. Der Eishockey-Olympiasieg der Kanadier. Denn schon in der früh um 05.00 Uhr öffneten zum Publik-Viewing sämtliche Lokale, so dass es nur wenige bis spät in den Abend durchhielten.
Immerhin genossen wir noch die Hilfsbereitschaft der Kanadischen Polizei, die uns beim Suchen interessanter Lokale tatkräftig zur Seite stand.
So kam es noch in einem Lokal zum Aufeinandertreffen von Robert de Niro und Amy Winehouse. (näheres muss bei den Beteiligten selbst erfragt werden)
Am nächsten Morgen hieß es dann Koffer packen, noch geschwind in eine Einkaufs-Mall (Cross-Iron), ca. 5 mal so groß wie unser ECE-Center in Karlsruhe, und ab zum Flughafen und das bei Kaiserwetter mit herrlicher Sicht zu den ca. 150 km entfernten Rocky Mountains.   
Eine nette Dame am Air Canada-Schalter buchte uns im Flieger richtig gute Plätze, so dass wir einen äußerst gemütlichen Rückflug genießen konnten.
Am Dienstagvormittag, 25.02.2014, um 11.30 Uhr, hatte uns die Heimat wieder. 

Erlebt von Willi Giesinger, Ralf Vetterer, Ralf Weiß und Klaus Müller

Die Bilder könnt ihr euch hier anschauen.

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