Theaterstück: Irrungen und Wirrungen

Die Theatergruppe gab das Stück „Ein Schlüssel für zwei" Pfinztal-Söllingen (ee). Die „Dammwald Bühne", die Laientheatergruppe der Sportvereinigung (Spvgg) Söllingen kann Jahrzehnte erfolgreichen Wirkens vorweisen. Als Beitrag zu „40 Jahre Gemeinde Pfinztal" hat das Ensemble mit „Ein Schlüssel für zwei" einen Klassiker des Boulevard-Theaters in Szene gesetzt. Mit drei Aufführungen im Emil-Frommel-Haus gelang es eines der erfolgreichsten Stücke der letzten 25 Jahre auf deutschen Komödienbühnen in einer Pfinztaler Variante zu präsentieren.
Die Version der englischen Autoren John Chapman und Dave Freeman wurde von Regisseur Tilo Reeb maßgeschneidert überarbeitet und inszeniert.
Das Zeitfenster des 120 Minuten Stücks in drei Akten, wurde gerafft, mit drei sogenannten Blackouts (das Licht auf der Bühne ging aus, der Vorhang schloss sich) wurden Zeitsprünge suggeriert. Technik und Kulisse (Michael Wenz und Frank Leutmann) waren gefordert. Im Souffleurkasten begleitete Brigitte Leber. „Ein Schlüssel für zwei" wurde zu einer turbulenten Geschichte, ein herrlicher Lachschlager bei dem kein Auge trocken blieb.
Hanna (Petra Köthen-Reeb) hat ein Verhältnis mit zwei verheirateten Männern, mit Alex (Eduard Schlegel) dem Besitzer einer Binnenfischer-Flotte auf dem Rhein und mit Günter (Tilo Reeb) dem Chef einer lokalen Webeagentur. Lange geht das gut, dank Mami, einer imaginären Figur, deren Namen jeweils dem Galan gilt, der gerade nicht bei Hanna weilt. Der dumme „Ausrutscher" von Günter auf dem „Fisch Mitbringsel" von Alex samt verstauchtem Bein löst Irrungen und Wirrungen aus, die in ein totales Chaos münden.
Anne (Jutta Daubenberger) die beste Freundin von Hanna hat im Ehezwist die Schwäbische Alb verlassen und in ihr Heimatdorf Söllingen zurückgekehrt. In der Privatklinik mit steigender Patientenzahl, zu der Hannas Zuhause mittlerweile mutierte, geht es drunter und drüber. Dazu trugen nicht zuletzt auch die unerwartet auftauchenden Ehefrauen von Alex und Günter namens Marianne (Vanessa Reeb) und Magda (Jutta Mall) bei. Im letzten Akt der Showdown mit Happy End. Tierarzt Richard (Artur Herb) die bessere Hälfte von Anne und dem Alkohol zusprechend, betrat als weiterer Akteur die Bühne.
Die Improvisationen von Hanna und Anne wurden zunehmend absurder. Für Hanna ist der Seitensprung Daseinsvorsorge. Ihre Liebesdienstleistung in Doppelschichten erforderte ein Management von Beziehungsarbeit. Das Ende bot ein vollständiges Puzzle, das in seiner ursprünglichen Form weiter gepflegt werden kann.

DAS ENSEMBLE „Dammwald Bühne" der Sportvereinigung Söllingen sorgte mit einem Spiel für einen großen Bühnenspaß. Foto: Ehrler

 

 
 
 
 
 

Grandioser Spaß mit Happy End

Turbulenzen auf der Bühne bei der Theatergruppe der Sportvereinigung Söllingen
Pfinztal-Söllingen (ee). Ein passendes Theaterstück zu finden ist nicht einfach. Diese Erfahrung macht die Laiengruppe "Dammwaldbühne" der Sportvereinigung (Spvgg) Söllingen immer wieder. Inzwischen seit Jahrzehnten. Und doch gelingt es stetig Volltreffer zu landen. Die Wahl fiel dieses Mal auf die Komödie "Und alles auf Krankenschein" des zeitgenössischen englischen Autors Ray Cooney.
Seine Premiere hatte das Stück mit dem Originaltitel "It runs in the Family" 1992. Zwanzig Jahre später lässt das zwei Stunden-Stück, das sich durch absurde Komik auszeichnet, Söllingen Kopf stehen. Bei der "Dammwaldbühne" hatte man die Fassung bearbeitet und viel Lokalkolorit in das Geschehen hinein gepackt.
Zudem legte Regisseur Tilo Reeb, der Chef der Spvgg-Theaterleute, großes Augenmerk auf passende Namen für die einzelnen Rollen. Vier Monate wurde geprobt und Texte auswendig gelernt. Gab es dennoch "Hänger" wurden die sprichwörtlich überspielt oder Souffleuse Brigitte Leber flüsterte aus dem Kasten am Bühnenboden. Erstmals gab es drei Vorstellungen im Emil-Frommel-Haus. Damit wurde der gewohnt großen Nachfrage Rechnung getragen.
Noch ist der Vorhang geschlossen. Die eingespielte Melodie der Kultsendung "Schwarzwaldklinik" lässt den Schauplatz erahnen. Der ist in Söllingen, an der Pfinz in der "Dammwaldklinik" mit ihren 200 Betten. Genau gesagt im von Frank Leutmann gezimmerten und von Stefan Kröger mit Technik versorgten Ärzte-zimmer als Bühne. Ein Neurologenkongress, 200 "Medizinmänner" rund um den Globus werden dazu er-wartet, steht bevor. Dr. David Brinkmann (Eduard Schlegel) soll die Rede halten. Zusammen mit seinen Kollegen Hubert Fleischer (Tilo Reeb) und Leo Greifer (Michael Wenz) hat er die fachliche Kompetenz der Dammwaldklinik an deren Spitze als Aufsichtsratsvorsitzende Frau Professor von Drachenfels (Ute Zilly) steht.
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Tiefe Einblicke
in die "Pfinzklinik"
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Der geplante Ablauf jedoch kommt kräftig durcheinander. Dazu tragen alle ihren Teil bei ob sie nun Rose-marie Brinkmann (Jutta Mall), die Ehefrau des Neurologen, Ex-Lernschwester Jenny Schröter (Susanne Kässinger), mit der David Brinkmann ein Verhältnis mit Folgen hatte, deren im Punker-Outfit mitwirbelnde Tochter Leslie (Sabrina Mall), oder Langzeitpatient Bill Lesley (Willi Giesinger) heißen.
Doch damit nicht genug. Ein Pfarrer mit Gallensteinen taucht auf, dazu eine Oma die "eine erfrischende Situation" diagnostiziert. Hinzu kommt ein Unfall mit dem Linienbus in Wöschbach, Oberschwester Hildegard (Petra Köthen-Reeb) fällt nach einem Fenstersturz aus, andere kollabieren. Merkwürdige Unge-reimtheiten nehmen stetig zu, die Suche nach der Wahrheit macht sogar Wachtmeister Greifer (Artur Herb) "es muss alles aufgeklärt werden" größte Probleme.
Die absolute Katastrophe steht bevor, die ganze Show droht zu platzen. Der Satz "Ich kann nicht mehr" steht nicht nur im Drehbuch. Er trifft auch auf die Zuhörer des Geschehens auf der Bühne zu, deren Zwerch-fell fortwährend gefordert wird. Der grandiose Spaß findet sein Happy End, alle Fragen können beantwortet werden. Die 13-köpfige "Dammwaldbühne" erhält für jede der drei Vorstellungen anhaltenden Schlussapplaus als Lohn für eine Inszenierung mit Pfiff.

+ 3 Fotos Ehrler: SKURRILE SZENEN spielen sich ab in dem Theaterstück, dass die Mitglieder der Theatergruppe "Dammwaldbühne" der Sportvereinigung Söllingen auf die Bühne brachte.

 

Theatergruppe

Wir dürfen uns recht herzlich für das viele Lob und auch die anregenden Kritiken für unsere diesjährigen Aufführungen bedanken. Für Euch zu spielen und Euch zu unterhalten macht uns sehr viel Spaß. Es freut uns auch immer, wenn wir viele Reaktionen -egal welcher Art- auf unser Tun erhalten.
Vielen Dank, Ihr wart ein super Publikum!

Hier noch eine Bitte:

Wir haben Nachwuchsschwierigkeiten! Vor allem fehlen uns jüngere Spieler/innen.
Es finden bei uns keine Castings statt, also keine Angst.
Von Vorteil wäre natürlich unser schöner badischer Dialekt.
Es ist ja auch nicht Pflicht jedes Mal mitzuspielen, aber manche Stücke können von uns einfach nicht gespielt werden, da uns entsprechende Mitspieler fehlen. Es wäre schön, wenn wir dann jemanden wüssten, den wir ansprechen könnten. Proben finden meistens montags, später auch mittwochs, statt.
Es macht Spaß, traut Euch einfach! Wir freuen uns auf Euch!
Wir bedanken uns jetzt schon bei allen, die uns unterstützen wollen.

Es grüßt Euch herzlich
Eure Theatergruppe

Kontakt:
tilo_reeb"at"web.de
Tel. 07240/36663

Bilder Theaterstück "alles auf Krankenschein"

Das Stück mit dem Titel "...und alles auf Krankenschein" spielt in einem Krankenhaus.

Zum Inhalt:
Es ist Dr. Brinkmanns großer Tag: eine Rede vor Kollegen, ein beruflicher Aufstieg, und er soll in den Professorenstand erhoben werden. Doch dann kommt alles anders: plötzlich taucht seine ehemalige Geliebte Jenny auf und hat eine Überraschung parat: eine Tochter! Diese stellt auf der Suche nach ihrem Vater das ganze Krankenhaus auf den Kopf.
Dr. Brinkmann versucht verzweifelt, alles vor seiner Frau, dem Polizisten und den Kollegen zu verheimlichen. Und schon herrscht das Chaos im Ärztezimmer: als Oberschwester verkleidete Ärzte, ein ziemlich irritierter Polizist und ein etwas trotteliger Patient machen das Durcheinander perfekt. Wieso geistert angeblich ein Hund durchs Krankenhaus? Was macht die Oberschwester auf dem Fenstersims? Wieso wird Herr Lesley immer in der Toilette eingesperrt? Und wer ist denn nun eigentlich der Vater?
Irrwitzige und turbulente Situationen - ... und alles auf Krankenschein!

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